Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, veröffentlicht in FamRZ 2010,1403, ist die derzeitige gesetzliche Regelung, wonach die gemeinsame elterliche Sorge allein von der Zustimmung der Mutter abhängig sei, mit der Verfassung des Grundgesetzes nicht vereinbar.
 
Am 19.05.2013 ist ein Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern verkündet worden. Die neuen Regeln erleichtern unverheirateten Vätern den Zugang zum Sorgerecht für ihre Kinder. Nach der Neuregelung kann ein nicht verheirateter Vater beantragen, dass die gemeinsame elterliche Sorge ausgesprochen wird. Wenn die Mutter keine Einwendungen hat gibt es hierfür ein schriftliches und vereinfachtes Verfahren.
 
Dieses findet allerdings nicht statt, wenn die Übertragung der elterlichen Sorge nicht dem Kindeswohl entspricht.