Ersatzerbschaft

 

Was ist eine Ersatzerbschaft?

Von einer Ersatzerbschaft spricht man, wenn eine Person das Erbe nur aus dem Grund antritt, weil ein anderer Erbe vor oder nach dem Tod des Erblassers als Erbe ausfällt. Der Ersatzerbe wird aufgrund einer Verfügung von Todes wegen bestimmt. Der Erblasser setzt den Ersatzerben in seinem Testament oder Erbvertrag für den Fall ein, dass der eigentlich gewünschte Erbe das Erbe nicht antreten kann oder will. Dies kann aus folgenden Gründen geschehen:

– der eigentlich vorgesehene Erbe stirbt

– der Erbe schlägt die Erbschaft aus

– der Erbe verzichtet auf die Erbschaft (Erbverzicht)

– der Erbe ist erbunwürdig

– die Erbeinsetzung erweist sich als sittenwidrig

 

Mehrere Ersatzerben möglich

Der Erblasser hat die Möglichkeit mehrere Ersatzerben nacheinander oder nebeneinander einsetzen. In dem Fall das der erste Erbe wegfällt wird der Ersatzerbe unmittelbar Erbe des Erblassers. Hierbei unterscheidet er sich vom Nacherben, denn dieser erbt erst dann, nachdem das Vermögen des Erblassers zunächst dem Vorerben zugefallen ist. Sollte durch die Auslegung des letzten Willens nicht zu klären sein, ob der Erblasser eine Ersatzerbschaft oder eine Nacherbschaft wollte, so wird im Zweifel eine Ersatzerbschaft angenommen.

 

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