Nach der Gesetzesänderung im Jahr 2008 hat der Gesetzgeber eine Billigkeitsregelung eingeführt, die eine Herabsetzung und/oder zeitliche Begrenzung von Unterhaltsansprüchen ermöglicht. Nachdem einige erstinstanzliche Gerichte den Unterhalt auch nach langjähriger Ehe auch rigide befristet hatten, wurde es als ungerecht empfunden, dass dem Gesichtspunkt der langen Ehedauer nicht die erforderliche Bedeutung beigemessen wurde. Nunmehr hat die Gesetzesänderung die “besondere Ehedauer” als Billigkeitsmaßstab bei der Bemessung von Unterhaltsansprüchen neben das Bestehen ehebedingter Nachteile im Sinne des § 1578 b Abs. 1 Satz 2 BGB aufgenommen. Hiermit wird bei Ehen von langer Dauer aufgrund der gebotenen nachehelichen Solidarität die Befristung und Begrenzung beschränkt.